Herzlich Willkommen beim Verein für digitale Berufsbildung!

Sonntagsberichte: Neuigkeiten - Digitale (Berufs-)Bildung in deutschen Medien

(Insbesondere zum aktuellen Wochenende werden News eingestellt! - Schau einfach Sonntags mal vorbei! Zu länger interessanten Artikeln siehe rechts bei "herausgestellt" oder im Archiv, siehe unter "Berichte und mehr")

 

Bitkom

Studienergebnis: Deutsche Wirtschaft läuft der Digitalisierung weiter hinterher

Der ITK-Verband Bitkom hat in einer repräsentativen Umfrage 502 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern befragt. Ergebnis: Je größer die Unternehmen, desto eher sehen sie sich bei der Digitalisierung vorn. Aktuell gebe nur rund jedes dritte Unternehmen an, über eine zentrale Digitalstrategie für das gesamte Unternehmen zu verfügen. „Unternehmer und Manager müssen ihre Geschäftsmodelle quer durch alle Branchen und Größenordnungen noch konsequenter digitalisieren", ist die Forderung des Bitkom. Berufliche Bildung und berufliche Weiterbildung müsse sich stärker auf die Digitalisierung ausrichten, so ein Sprecher im Interview bei ntv.

Quelle: Bitkom am 03.01.20

 

Learntec

Die größte deutsche Bildungsmesse für digitale Lernangebote öffnet Ende Januar 2020

Europas größte Messe für digitale Bildung öffnet vom 28. bis 30. Januar 2020 ihre Megashow in den Messehallen Karlsruhe. Ein Besuch ist ein Must-Have für alle an digitaler Bildung Interessierten. Etwa 400 Anbieter stellen ihre neuesten Produkte zur digitalen Bildung in Schule, Hochschule und Beruf vor. Zur Vernetzung werden neben vielen Kongresstagungen viele Events angeboten, über 11.000 Fachbesucher werden erwartet.

Quelle: Learntec Karlsruhe   Potcast der Messe

 

Institut der Wirtschaft

IW sieht Handlungsbedarf bei Ausbildern auf dem "digitalen Weg"

Nach einer aktuellen Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft sehen die Unternehmen Handlungsbedarf, um die vielfältigen Herausforderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, zu meistern. Knapp 44 Prozent der ausbildenden Unternehmen gaben an, dass ihre Ausbilder Weiterbildungsbedarf im Bereich digitaler Fachkompetenzen haben. Auch in methodischen und didaktischer Hinsicht und der Entwicklung von digital gestützten Ausbildungsprogrammen sehen Unternehmen noch Qualifizierungsbedarf. Fast jedes zweite Unternehmen gäbe an, dass Ausbilder Weiterbildungsbedarf haben, um digitale Lernmethoden in der Ausbildung sinnvoll einsetzen zu können. Zur Unterstützung hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Projekt „Netzwerk Q 4.0 – Netzwerk zur Qualifizierung des Berufsbildungspersonals im digitalen Wandel“ im Rahmen der Qualifizierungsinitiative Digitaler Wandel ins Leben gerufen. Das bundesweite Netzwerk Q 4.0 wird vom IW koordiniert und von den Bildungswerken der Wirtschaft in den Regionen umgesetzt. Mehr dazu ..

Quellen:  IW-Pressemitteilung vom 18.12.19    Download des IW-Kurzberichts

 

OER

BIBB-Umfrage zur Nutzung von OER läuft - bitte mitmachen!

Im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) läuft zurzeit eine Studie zur Nutzung und Verbreitung von Open Educational Resources (OER) an berufsbildenden Schulen. OER oder offene Bildungsmaterialien sind für alle frei und kostenlos zugänglich, können frei vervielfältigt, verändert und verbreitet werden. Mit einer bundesweiten Umfrage sollen die Erfahrungen mit OER von Schulleitern und /-leiterinnen, pädagogischen Leiterinnen und Leitern sowie von Lehrkräften an berufsbildenden Schulen erfasst werden. Nehmen Sie an der Umfrage bis zum 21.12.2019 unter folgenden Link teil:
Umfrage BIBB zur OER-Nutzung . Die Beantwortung der Fragen wird ca. 5 bis 10 Minuten in Anspruch nehmen.

Weitere Infos: OER - Info oder unsere Infos

 

Digitalpakt

Digitalpakt läuft schleppend

Mehr als fünf Milliarden Euro stehen seit Mai 2019 bereit. Ein halbes Jahr nach Inkrafttreten des "Digitalpakts" zeigt eine Umfrage aber: Viel von dem Geld ist bisher in den Schulen nicht angekommen. Das hat verschiedene Gründe. Auch stapeln sich in vielen Schulen ganz andere Probleme, die ebenfalls ungelöst sind. Die digitale Ausstattung ist dann allenfalls ein Randaspekt.

In der Not werden jetzt häufig teuere interaktive Whiteboards angeschafft, obwohl die Akzeptanz und Nutzung angezweifelt wird und nicht genügend Konzepte vorliegen. So haben Politiker und Fachleute schon die nächste böse Überraschung angekündigt: Technik allein reicht nicht. Ohne IT-Administratoren, Fortbildungen für Lehrkräfte, digitale Schulbücher und klare Datenschutzstandards können Lehrer die Technik nicht sinnvoll einsetzen. Dafür brauchen wir dringend einen Digitalpakt 2.0, wird gefordert.

Quellen:  am 18.11.19   Bericht1      Bericht2   Digitalpakt der Bundesregierung

 
Digitalpakt

Digitalpakt Schule in der Sackgasse

In ganz Deutschland grübeln Rektoren und Kollegien, wie sie Geld aus dem Digitalpakt abrufen können. Fünfeinhalb Milliarden Euro stehen zur Verfügung – viel zu wenig und fast ausschließlich für IT-Investitionen. Viele Schulen und Lehrer sind enttäuscht, dass zu viel Geld leichtfertig in IT-Hardware fliesst, für Konzepte, Materialien, digitale Hilfsmittel und Lehrerfortbildung kaum Geld zur Verfügung steht.

Quelle: Bildungsklick.de am 09.09.19

 

Bertelsmann Stipendium

Bertelsmann vergibt 50000 Stipendien an Online-Universität für digitale Bildung

Ab sofort kann man sich für ein Stipendium zum dreieinhalbmonatigen Online-Kurs in den Bereichen Cloud, Data oder Künstliche Intelligenz an der Online-Universität Udacity bewerben. Die erfolgreichsten Absolventen erhalten ein weiteres Stipendium für eines von drei Udacity Nanodegree-Programmen der digitalen Weiterbildungsplattform. 50 000 Stipendien sollen in den kommenden drei Jahren vergeben werden. Die erste Bewerbungsphase für 15.000 Tech-Stipendien läuft bis zum 6. November 2019.

Quelle: Bertelsmann, September 2019

 

Studie zu Youtube und Co

Youtube wird als Leitmedium für Lernunterstützung genutzt

Das IFAK Institut hat eine Studie zur Nutzung von Youtube und Co zur Lernunterstützung herausgegeben. YouTube ist danach Leitmedium und digitaler Kulturort von Jugendlichen.  86 Prozent der befragten 12- bis 19-Jährigen nutzen YouTube. Das IFAK-Institut empfiehlt,  Digitalisierung als Aufgabe und Gegenstand der Kulturellen Bildung zu verstehen. Fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler finden YouTube für die Schule wichtig bis sehr wichtig.  Daher sollte der Staat eigene Formate entwickeln und in Fort- sowie Weiterbildung implementieren. Auch Whatsapp, Instagram, Facebook oder Snapchat haben bei Jugendlichen große Bedeutung und könnten für Bildungsprojekte genutzt werden.

Quelle: IFAK-Studie, Juni 2019

 

OECD Studie Employment

Deutschland eher Mittelmaß in der Bewältigung zukünftiger Arbeit , muss mehr für berufliche Weiterbildung zur Digitalisierung tun

Eine aktuelle OECD-Studie OECD Skills Outlook 2019 ,Teil der OECD-Kampagne »I am the Future of Work«,  fordert,  dass Regierungen mehr in Bildung und Weiterbildung investieren müssen und diese so gestalten, dass möglichst alle von der Digitalisierung profitieren können. Die Studie fordert traditionelle Bildungssysteme hin zu Systemen lebenslangen Lernens zu entwickeln, Kenntnisse zu vermitteln, die im Umgang mit digitaler Technik nötig sind. OECD-Generalsekretär Angel Gurría: »Politik sollte helfen, Flexibilität, berufliche Mobilität und Arbeitsplatzsicherheit in Einklang zu bringen. Mit den richtigen Investitionen in Bildung wird sich im Zuge der digitalen Revolution auch für alle die Lebensqualität verbessern«. Lt. Studie schneidet Deutschland In vielen Bereichen eher durchschnittlich ab, z. B. bei der Nutzung von Weiterbildungsmöglichkeiten für Erwachsene. Ein problematischer Aspekt hier sei, dass gerade geringqualifizierte Arbeitskräfte und Arbeitskräfte, die besonders von der digitalen Entwicklung betroffen sind, weniger an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen, es brauche flexiblere Weiterbildungsmöglichkeiten und eine größere Anerkennung für berufliche Weiterbildung. ‌Belgien, Dänemark, Finnland, die Niederlande, Norwegen und Schweden gehören zu den digitalen Vorreitern. 

Quelle: OECD Employment Outlook, 09.05.19

 

Digitalpakt Niedersachsen

Digitalpakt Schule: 522 Millionen Euro für  IT-Bildungsinfrastruktur in Niedersachsen

Das Land Niedersachsen will die Gelder aus dem Digitalpakt des Bundes (470 Mio. Euro) um rund 52 Millionen Euro aufstocken und somit bis 2024 über 522 Millionen Euro für die Verbesserung der IT-Bildungsinfrastruktur an Niedersachsens Schulen zur Verfügung stellen.  90 Prozent der Summe sollen direkt an die Schulen gehen, 10 Prozent der Summe seien landesweiten und länderübergreifenden Projekten vorbehalten. Dem Kultusminister  gehe es um "den Aufbau nachhaltiger Strukturen wie WLAN-Ausleuchtung, digitale Lernplattformen, Anzeigegeräte in Klassenräumen wie zum Beispiel interaktive Tafeln, aber auch digitale Arbeitsplätze insbesondere in der berufsbezogenen Ausbildung und in den Naturwissenschaften. Die Anschaffung von mobilen Endgeräten wie Tablets sei erst nachrangig möglich, wenn eine Schule bereits die dafür erforderliche Infrastruktur vorhalte. Niedersachsen verfolge "das Ziel, Lernen mit und über Medien dort einzubinden, wo es pädagogisch sinnvoll oder notwendig ist." Es gehe um Lehren und Lernen in einer zunehmend digitalen Welt, so der Kultusminister. Aus diesem Grunde seien Medienentwicklungspläne und Medienbildungskonzepte integraler Bestandteil des Förderprogramms.

Quelle: KM Niedersachsen 30.4.19

 
IDeA-Zentrum

Bildung und Digitalisierung: Was verändert sich an unseren Schulen?

Gemeinsam mit der Hessischen Lehrkräfteakademie und der Goethe-Universität Frankfurt hat das IDeA-Zentrum eine öffentliche Vortragsreihe zum Thema „Bildung und Digitalisierung: Was verändert sich an unseren Schulen?“ veranstaltet. So ging es um Möglichkeiten und Grenzen der Digitalisierung, Lernverlaufsdiagnostik, Infomelles Lernen und Gamification oder Kompetenzorientierung. Die Vorträge wurden aufgezeichnet, unten ein Link dorthin.

Quelle: IdeA-Zentrum im April 2019

 

Digitalpakt

Der DigitalPakt Schule läuft nun an: Bundesrat stimmte ebenfalls zu

Die am vergangenen Freitag erfolgte Zustimmung des Bundesrates zur Grundgesetz-Änderung macht den Weg frei für den DigitalPakt Schule und Investitionen in flächendeckende moderne digitale Infrastrukturen in Deutschlands Schulen. Damit stehen mindestens 5,5 Milliarden zur digitalen Bildung in Deutschland zur Verfügung.

Federführendes Ressort ist das BMBF. Der DigitalPakt Schule soll den digitalen Wandel im Schulwesen auf Basis von Art. 104c GG (geänderte Fassung) gestalten. Der Bund unterstützt Länder und Gemeinden bei Investitionen in die digitale kommunale Bildungsinfrastruktur. Gleichzeitig verpflichten sich die Länder, digitale Bildung durch pädagogische Konzepte, Anpassung von Lehrplänen u. Umgestaltung der Lehreraus- und Lehrerweiterbildung umzusetzen. Sie verpflichten sich gemeinsam mit den Kommunen zur Sicherstellung von Betrieb und Wartung der technischen Infrastruktur.

Quellen: Bundesregierung und  BMBF Wissenswertes zum Digitalpakt 15.03.19

 

Schul-Cloud

Bericht über Bundesförderung zur Entwicklung von Schul-Clouds

Die technische Entwicklung des Cloud-Computing eröffnet neue Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung und der Nutzung von digitalen Bildungsmedien. Die Bundesregierung fördert das Projekt »Cloud-Strukturen & -Dienste für Schulen« von 2017 bis 2021 mit fast 7 Mio. Euro. Die Voraussetzung für Cloud-Computing sei die Gestaltung einer Systemarchitektur für eine Plattform, die an spezifische schulische Anforderungen angepasst werden muss. Die Bundesregierung unterstützt insbesondere die Entwicklung des Schul-Cloud-Vorhabens des HPI und des MINT-EC e. V. mit dem Ziel, die Potentiale des Cloud Computing nutzbar zu machen für die konkreten Anforderungen, die aus der Schulpraxis heraus formuliert werden. Im Austausch zwischen Entwicklern und Nutzern soll ein praxiserprobtes System entwickelt werden, das den alltäglichen Einsatz digitaler Bildungsmedien mit den modernsten Methoden der IT-Entwicklung optimal unterstützt.

Quelle: Bundesregierung am 28.02.19, Antwort auf Bundestagsanfrage 

 
Fachkräftemangel

Bericht der Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“ vorgestellt

Der Fachkräftemangel belastet immer mehr Berufe und Regionen. Beruflich Qualifizierte sind inzwischen der größte Engpassfaktor am Arbeitsmarkt.  Damit rücken Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten immer mehr in den Fokus. Seit September 2018 beschäftigte sich auch die Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“mit diesem Thema und stellte am im Februar ihre Forschungsergebnisse und Empfehlungen vor. 

Insgesamt wird das Berufsbildungssystem als ein Garant für die Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft gesehen. Verbesserungsbedarf bestehe vor allem in der Ausstattung der Berufsschulen und im Prüfungswesen, bei der Annahme von Fortbildungen in der Praxis und bei der Durchlässigkeit im System.

Quelle:  Bundestag vom 11.02.19  und Bericht

 

bitkom

Wettbewerb Smart School : 20 von 50 teilnehmenden Schulen ausgezeichnet 

Rund 50 berufs- und allgemeinbildende Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet hatten Anfang 2019 ihre Konzepte zum digitalen Lernen eingereicht, aus denen eine Expertenjury nun bis März 2019 20 Gewinnerschulen ermittelt hatte. Die meisten Gewinnerschulen kamen aus Baden Württemberg.  Die Gewinnerschulen haben herausragende Konzepte zur Digitalisierung von Schule und Unterricht vorgelegt, bei denen Infrastruktur, digitale Lerninhalte, pädagogische Konzepte und Lehrerfortbildung zusammen gedacht wurden. Schauen Sie einmal, wer in Ihrem Land dabei ist und bemühen Sie sich um eine Zusammenarbeit. Informieren Sie sich über die Website und schließen Sie sich der Initiative an. Smart Schools müssen über die notwendige Infrastruktur verfügen, ein pädagogisches Konzept vorweisen sowie Lehrerfortbildungskurse absolviert haben.

Bitkom hatte 2017 mit weiteren Sponsoren den bundesweiten Wettbewerb Smart School gestartet und im ersten Durchgang 21 Schulen in ihr Netzwerk aufgenommen. Nun kommen weitere Schulen dazu. Die Gewinner des Wettbewerbs wurden im Rahmen einer Bildungskonferenz ausgezeichnet. Die Schulen sind nun Teil des Netzwerks Smart School, das eine Plattform zum Dialog und zum Austausch von Best Practices bieten soll. 

Quelle: bitkom vom 12.03.19 oder Website Smart School

 

bitkom

Lehrer sehen deutsche Schulen digital abgehängt

Die Mehrheit der Lehrkräfte allgemeinbildender Schulen (Sek I) würden einer repräsentativen Befragung des Verbandes Bitkom nach gerne mehr digitale Medien einsetzen. Diese Lehrer Deutschlands Schulen im Sek-I-Bereich sehen sich bei der Digitalisierung im internationalen Vergleich hinterherhinken. Es fehlen in erster Linie die notwendigen Geräte bzw. Technologien. Auch befürchten sie, dass die Technik im Unterricht versagt. Weniger sehen sie die Gründe des geringen Einsatzes von digitalen Medien darin, dass ein pädagogisches Konzept fehlt oder Materialien zur Verfügung stehen. Viele Lehrer wünschen sich aber auch eine bessere Aus- und Weiterbildung speziell im Hinblick auf Digitalthemen. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Quelle: bitkom 12.03.19

 

Frauenhofer Institut

Aktuelle Untersuchung: Berlin in Digitalisierung Spitze, Thüringen und Niedersachsen Schlusslichter

Das Kompetenzzentrum Öffentliche IT am Fraunhofer-Institut hat gerade eine Studie veröffentlicht, mit der der Fortschritt der Digitalisierung 2019 seit 2017 in einem Index festgestellt wurde. Berlin ist dieser Untersuchung zufolge Spitzenreiter in Sachen Digitalisierung, Platz zwei und drei des Rankings belegten Hamburg und Bremen. Insgesamt hätten zwar alle Bundesländer ihren Indexwert steigern können, die Unterschiede blieben jedoch weiterhin groß. In Niedersachsen gibt es seit 2017 kaum Fortschritte im Angebot und in der Zahl der Fachkräfte, der Aus- und Weiterbildung, obwohl die Bürger hier sehr an digitalen Angeboten interessiert seien. Nur Thüringen entwickelte sich noch schlechter und nahm in der Studie die digitale Schlusslaterne in die Hand.

Im Index bzw. mit dem Punktesystem wird der Fortschritt der Digitalisierung auf Länderebene abgebildet. Mit dem Deutschland-Index der Digitalisierung 2019 sollte das komplexe Bild der Digitalisierung mit einer Handvoll einfacher Kennzahlen abgebildet werden. Ausführlich wird dabei auf das digitale Angebot der kommunalen Verwaltungen eingegangen. Die Forscher untersuchten die digitale Infrastruktur, digitales Leben, Wirtschaft und Forschung in der Digitalisierung (auch Ausbildungs- und Fachkräftesituation), Bürgerservice, digitale Kommune und digitale Bildungssituation in Informatik sowie freie Bildungsmedien.  Die Studie wurde nun zum zweiten Mal erhoben.

Quelle: Kompetenzzentrum öffentliche IT am 11.03.19  Link zur Studie

 

Hololens 2

Microsoft stellt in Barcelona die Mixed-Reality-Brille HoloLens 2 vor, insbesondere für Firmen interessant

Die Vorstellung  der neuen HoloLens 2 von Microsoft war das Highlight auf der MWC Messe in Barcelona. Mit einer AR-Brille lassen sich Informationen je nach Bedarf in der Brille anzeigen, somit virtuell künstliche Objekte und Informationen in die Arbeitsumgebung einspielen. Insbesondere Unternehmen werden solche Brillen nutzen, um Mitarbeiter zu instruieren. Firmen werden damit visuell Bauanleitungen und Handlungsinstruktionen für ihre Kunden bereitstellen. Die neue Brille wurde gegenüber dem Vorgänger gleich in mehrfacher Hinsicht verbessert. Besonders gefiel die feinere Gestenerkennung und die perfekte Positionierung von künstlichen Objekten im Raum, sie blieben in der Vorführung an dem vorgesehenen Ort, auch wenn man sich bewegte. Möglich macht dies eine exaktere 3D-Vermessung durch fünf Kameras. Auch wirkt die Hololens 2 nicht mehr so klobig wie der Vorgänger. Die Hololens 2 soll aber erst "im Laufe des Jahres" für ca. 3.500 US-Dollar  an Firmen ausgeliefert werden, zunächst nur in den USA und China, das Entwicklerkit soll noch einmal 399 US-Dollar kosten.

Quelle: Microsoft 24.02.19, mehr zum Thema vom Vodafone Magazin

 

Digitalpakt

Einigung im Vermittlungsausschuss und im Bundestag: Digitalpakt könnte nun ab April Sache der Länder werden. Schauen wir genau hin!

Nach der Einigung des Vermittlungsausschuss ist es nun schnell gegangen, hat der Bundestag die Grundgesetzänderung einen Tag später beschlossen. Nun  wird das Votum des Bundesrats Mitte März erwartet. Dieser soll dann endlich den Weg zwischen Bund und Ländern im seit über 2 Jahren anstehenden Digitalpakt freimachen. Fünf Milliarden Euro sollen vom Bund  für die digitale Ausstattung der Schulen fließen, ohne das der Bund für Schulen nicht zuständig ist, die Länder je nach Leistungskraft ihren Beitrag leisten, dazu für die Änderung der Schulrichtlinien und die notwendige Lehrerfortbildung sorgen. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hofft, dass die ersten Maßnahmen noch dieses Jahr anlaufen. Dann sind schon bald 3 Jahre nach den ersten Ankündigungen herum. Hoffen wir, dass die Zeit für genaue Bedarfsanalysen verwendet wird und nicht zu viel Geld für weitere in den Schulen wenig genutzte digitale Whiteboards eingesetzt wird.

Quelle: BMBF  am 22.2.19

 

Bildung 2040

Bildung 2040 – Projekt des Bildungsministers von Niedersachsen

Um fit für die Zukunft zu sein, muß Bildung völlig neu gedacht werden. Digitale Bildung wird dabei unterstützend eine wichtige Support- und Unterstützungsfunktion einnehmen. Wichtig sind aber auch Fragen, auf welcher Grundlage von Wertvorstellungen und pädagogischen Leitideen Bildung zukünftig stattfinden soll.  Welche Kompetenzen werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene benötigen, um unsere Gesellschaft mitgestalten zu können? Welche Lernumgebungen wirken anregend und unterstützend und welche Rolle sollen pädagogische Fachkräfte einnehmen? Um Rahmen des Projekts „Bildung 2040″ sind bis Anfang 2022 alle, die sich für Bildung interessieren oder an Bildung beteiligt sind, dazu eingeladen, ihre Ideen und Visionen einzubringen. Der Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne startete bereits das Projekt und wünscht sich einen möglichst breiten Diskussions- und Beteiligungsprozess, um Leitbilder und Handlungsfelder für die bildungspolitische Arbeit zu entwickeln. Der Themenbereich  IV – Berufliche Bildung – wird allerdings erst im Sommer 2021 schwerpunktmäßig behandelt, jetzt im Februar und März wird mit der frühkindlichen Bildung gestartet, danach sind die Grundschule und der Sekundarbereich im Fokus.

Quellen:   Bildung 2040 und  Schule im Aufbruch

 
Digitalpakt

Bewegung im Vermittlungsausschuss zum Digitalpakt

Nach Mitteilung der Tagesschau-online könnte bald eine Einigung im Vermittlungsausschuss erfolgen. Die Länder sollen durch die geplante Änderung des Grundgesetzes nun nicht mehr verpflichtet werden, bei Finanzhilfen des Bundes mindestens den gleichen Betrag aus dem eigenen Haushalt zu bezahlen. Das geht aus dem Einigungsentwurf hervor, der dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Im Gegenzug verpflichten sich die Bundesländer, die Qualität der Bildung mit dem Geld auch wirklich zu "steigern". Bislang war nur vom "Sicherstellen" der Bildungsqualität die Rede gewesen. Da kommenden Mittwoch die nächste Sitzung des Vermittlungsausschusses geplant wird, können wir vielleicht nun bald und endlich auf Fortschritte hoffen.

Quelle: 13.02.19  ARD-Politik im Radio

 
InnoVET

Wettbewerb InnoVET: Zukunft gestalten – Innovationen für eine exzellente berufliche Bildung

Digitalisierung, neue Technologien, Flexibilisierungen, Globalisierung und demografische Entwicklung verändern den Arbeitsmarkt erheblich. Diese Herausforderungen müssen angegangen werden – von hochqualifizierten Fachkräften. Um sie zu gewinnen, müssen attraktive und hochwertige Qualifizierungsangebote entwickelt werden, die auf dem Arbeitsmarkt Akzeptanz finden und mit anderen höherqualifizierenden Bildungsgängen gleichwertig sind. Ziel neuerartiger Lernformen sind leistungsstarke Jugendliche ebenso wie Jugendliche, die beim Einstieg in das Berufsleben Schwierigkeiten haben. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung sucht die besten Ideen für eine exzellente berufliche Bildung. Antragsteller sind aufgerufen, ihre Anträge mit Ideen für attraktive und hochwertige Qualifizierungsangebote einzureichen. Informationsveranstaltungen finden im Februar 2019 in Berlin, Düsseldorf, Nürnberg und Hamburg statt.

Quelle:  18.01.19  BMBF  

 

Schulsysteme in anderen Ländern

Sofatur berichtet über Schulsysteme in anderen Ländern und Digitalisierungsbemühungen

In Großbritannien ist man nicht zögerlich, wenn private Unternehmen öffentliche Schulen bei ihren Digitalisierungsvorhaben helfen wollen. Schulen in diesem Land sind auch viel wettbewerbsorientierter als deutsche Schulen. Sofatutor informiert in seinem Magazin über das Schulwesen in verschiedenen Ländern, z. B. über China, Schweden, Estland, den USA u.v.m.

Quelle: 10.01.19 Sofatutor

 

Digitalpakt

Digitalpakt kam im Bundesrat nicht durch, Vermittlungsausschuß soll klären

Der Bundesrat und damit die Länderkammer der 16 Bundesländer lehnte die Grundgesetzänderung (Artikel 104), wie sie der Bundestag erst Ende November mit Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen hatte, ab. Der Bund wollte mit der Änderung den Ländern „zur Sicherstellung der Qualität und Leistungsfähigkeit des Bildungswesens Finanzhilfen für gesamtstaatlich bedeutsame Investitionen“ gewähren. Es ist nun schon über 3 Jahre her, als das Bundesministerium für Bildung und Forschung 2016 die Strategie „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“ erarbeitet hatte und mit dem DigitalPakt ein umfangreiches Förderprogramm vorschlug. Seitdem kam man nicht so richtig voran. Insbesondere ist man nun dagegen, dass der Bund in die Zuständigkeit der Länder für die Bildung eingreifen kann. Auch will man noch erreichen, dass künftig zusätzliche Finanzmittel des Bundes an die Ko-Finanzierung durch die Länder geknüpft werden sollten. So kann der vorliegende Digitalpakt zwischen Bund und Ländern vorerst nicht in Kraft treten, bundesweit vorgesehenen Mitteln in Höhe von 5,5 Milliarden Euro nicht frei gegeben werden. Für die Digitalisierungsbemühungen in der Bildung ein erneuter Rückschlag. Nach einer Umfrage von YouGov sind über 60 % der Bürger für eine Grundgesetzänderung.

Quelle: 14.12.18  Bundesrat oder Das Erste oder dBB oder BMBF

 
Lernplattform Haleo

In Mecklenburg Vorpommern geht die Lernplattform "Haleo" in die zweite Phase

„Handlungsorientiert lernen online“ ist in M-V  "Haleo", die Online-Lernplattform eines Gemeinschaftsprojektes in M-V. Die Projektleitung hat das Kompetenzzentrum Berufliche Schulen im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern inne. Über den erfolgreichen Verlauf des ersten Projektabschnitts mit Hilfe des Lernmanagementsystems ILIAS berichteten Berufsschullehrer aus Waren, Greifswald und Neubrandenburg. Das Bildungsministerium M-V, die IHK Neubrandenburg, die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern Greifswald sowie die Hochschule Wismar haben das E-Learning in den Bildungsbereichen "Wirtschaft, Verwaltung und Handel" und "Elektrotechnik" an beruflichen Schulen erprobt. In der zweiten Phase werden 12 Schulen am Projekt beteiligt. Zudem sind nun alle drei Industrie- und Handelskammern und die beiden Handwerkskammern des Landes in das Projekt involviert. Ein Produktionsstudio für E-Learning Anwendungen (PELA) an der Hochschule Wismar wird den Schulen weiter zur Verfügung stehen.

Quelle: 18.10.18 Hochschule Wismar

 

Lernportal Milla

CDU will 3 Mrd Euro für Lernportal "Milla" ausgeben

Das Onlineportal „Milla“ soll Bürger fit für die Herausforderungen des digitalen Wandels machen. Die Abkürzung „Milla“ steht für „Modulares interaktives lebensbegleitendes Lernen für alle“. Bislang ist es für Weiterbildungs-Willige schwer, einen passenden Kurs zu finden. 4,5 Millionen Angebote sind in Katalogen gesammelt, Informationen werden nicht zentral verwaltet. Die CDU will für das Projekt jährlich drei Milliarden Euro bereitstellen. Das Projekt soll Teil der geplanten nationalen Weiterbildungsstrategie der GroKo sein. Die Partei möchte damit die lebenslange Weiterbildung auf ein neues Niveau heben. Die mit künstlicher Intelligenz gesteuerte Weiterbildungsplattform soll möglichst viele Angebote zertifizieren und bündeln. Bürger sollen für die erfolgreiche Teilnahme an Kursen Prämien erhalten, Anbieter je nach Nutzung und Relevanz ihrer Programme entlohnt werden. Erste Teile der neuen Plattform könnten 2020 oder 2021 starten.

Quelle: 06.11.18 Gründerszene

Digitalpakt

Bildungsausschuss und Konferenz der Ministerpräsidenten: Digitalpakt wird immer noch nicht umgesetzt.

Das Thema „Digitalisierung in Schule, Ausbildung und Hochschule“ war wieder einmal Gegenstand im Bildungsausschuss des Bundestages. Es wird viel diskutiert, aber bundesweit kommt man nicht weiter.

Auch die Ministerpräsidentenkonferenz hatte Ende Oktober den Digitalpakt Schule als Thema. Dabei ging es wieder einmal um die Zuständigkeiten von Bund und Ländern. Einserseits möchten die Länder gerne finanzielle Unterstützung vom Bund, einige Länder jedoch andererseits die Änderung des Grundgesetzes nicht mittragen. So wird die Digitalisierung in den Schulen immer weiter verschleppt, ist keine gemeinsame Strategie umsetzbar.  Länder wie  Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen blockieren die Grundgesetzänderung, wollen lieber eine andere Steuerverteilung zwischen Bund und Ländern.

Quellen: 19.10.18 ZWD und 26.10.18 NDR   und 30.10.18 Spiegel-online

 

Prognos

Studie "Deutschlandreport" zu Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft, aber auch zur Bildung bis 2045

Das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos hat erste Ergebnisse ihrer Langfriststudie "Deutschlandreport" veröffentlicht. Die komplette Studie erscheine zum Jahreswechsel. Herausgehoben wird schon jetzt, dass der technologische Fortschritt neue und steigende Anforderungen an die Qualifikation der Beschäftigten stellt. Eine gute Ausbildung und berufsbegleitende Weiterbildung seien Voraussetzungen für die anhaltende Beschäftigungsfähigkeit des Einzelnen und fortgesetztes Wirtschaftswachstum. Automatisierung und Robotik ermöglichen neue und effizientere Produktionsformen. Die Arbeitswelt 4.0 brauche bessere Qualifikationen.  Weiterbildung müsse in digitalisierungsnahen Themenfeldern wie Programmiersprachen, künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen verstärkt werden, zu lernende Inhalte in Schule, Ausbildung und Studium dringend  angepasst werden.

Quelle: 01.10.18 bei Prognos